skip to content
save as pdf     print

Aktuelles:

Mutige Frauen der Reformation

 Ein Vortrag zur Bedeutung der Frauen im Reformationsgeschehen

....weiter lesen


Theologisch-religionspädagogische Stichworte

 Neu: Beginn einer Serie mit Kurzartikeln zu wichtigen Stichworten für die religionspädagogische Theorie und Praxis in den Kitas   Neu im Mai:  'Gottesbilder' Neu im Juli:   'Gebet'    mit vielen Anregungen und Beispielen zu Gebeten in der Kita

....weiter lesen


Erzählung des Monats Juni

Jeden Monat wird eine von mir verfasste biblische Nacherzählung  bzw. eine Erzählung zu wichtigen Gestalten bzw. Themen des christlichen Glaubens vorgestellt. Biblische Erzählungen finden Sie auch in der "Suchhilfe Bibelgeschichten"  

....weiter lesen


Erzählungen zum Reformationsjahr

 In den Geschichten des Monats besonderer Akzent beim Reformationsgeschehen

....weiter lesen


Suchhilfe Bibelgeschichten (Altes und Neues Testament)

70 Geschichten der Bibel für das eigene Erzählen erschlossen

....weiter lesen


Besucherstatistik
Besucher gesamt: 305.824
Besucher heute: 95
Besucher gestern: 172
Max. Besucher pro Tag: 588
gerade online: 4
max. online: 86
Seitenaufrufe gesamt: 2.712.510
Seitenaufrufe diese Seite: 3.722
Counterstart: 27.03.2010
Statistiken  Statistiken
K

    Das Profil evangelischer Familienzentren

Das Profil evangelischer Familienzentren

Vortrag in Wuppertal am 17. April 2008

Warum engagiert sich Kirche in Bildungsaufgaben, die doch zum staatlichen Pflichtenkatalog gehören? Wie passt solches Engagement zu der vielfach von kirchlicher Seite her geforderten Reduktion auf die „Kernaufgaben“ einer christlichen Gemeinde? In meinem Vortrag möchte ich gerne aufzeigen, dass das Engagement evangelischer Träger in der Elementarpädagogik und nun auch bei der Entwicklung von Familienzentren keineswegs eine Aktivität am Rande des kirchlichen Aufgabenfelds ist, sondern tief in ihrem Selbstverständnis wurzelt. Kirche hat hier Wichtiges, das zu ihrem Auftrag gehört, einzubringen. Das gilt zum einen im Blick auf ihre diakonischen Aufgaben an Menschen und gesellschaftlichen Gruppen, die mit Benachteiligung zu kämpfen haben. Zu ihnen gehören die Kinder mit ihren Familien. In den Evangelien wird erzählt, wie Jesus sehr deutlich die Bedürfnisse von Kindern wahrgenommen und auf ihr Recht auf Lebensentfaltung aufmerksam gemacht hat. Mk 9 erzählt, wie er ein Kind in die Mitte stellt und dazu sagt: „Wer dieses Kind annimmt, der nimmt mich an!“ Kindern gebührt besondere Aufmerksamkeit und damit auch die Beachtung all dessen, was sie zum Leben brauchen.

 

Zum anderen ist Kirche in unserer Gesellschaft auch eine Anwältin dafür, dass die Dimension des Religiösen aus den Überlegungen zu einem angemessenen und umfassenden Bildungsverständnis nicht ausgeklammert wird. Religiöse Fragen gehören zum Bildungsgeschehen dazu. Sie sorgen dafür, dass das Verständnis unserer Wirklichkeit nicht auf das Vordergründige und Sichtbare eingeengt wird, sondern all das mit einbezieht, was dem Leben Sinn geben kann, was in der Tiefe all dessen verwurzelt, was Orientierung gibt, Ordnung stiftet, Lebensmut und Zuversicht schenkt. Nach den Evangelienberichten hat Jesus Kinder zu sich gerufen (Mk 10), ihnen Anteil am Reich Gottes zugesprochen, damit auch ihre Kompetenz bestätigt, mit der religiösen Dimension der Wirklichkeit neugierig, interessiert, tiefgründig und kreativ umgehen zu können. Kirchliche Stellungnahmen zum Bildungsverständnis sind wichtig, wie sie etwa von der EKD (Maße des Menschlichen. Evangelische Perspektiven zur Bildung in der Wissens- und Lerngesellschaft, 2003; Wo Glaube wächst und Leben sich entfaltet. Der Auftrag evangelischer Kindertageseinrichtungen, 2004) und auch von den Verbänden der Kindertageseinrichtungen formuliert wurden, genauso aber auch lebendige und konkrete Beispiele dafür, wie dies in der Praxis gelebt werden kann.

Im Folgenden möchte ich besonders auf diesen zweiten Aspekt, den Beitrag zur religiösen Bildung eingehen: Vor welche Chancen und Herausforderungen stehen Familienzentren, d.h. worauf ist hinsichtlich der religiösen Bildung v.a. im Blick auf die unter 3 Jährigen und über 6 Jährigen sowie auf die Eltern zu achten? Evangelisches Profil der Familienzentren soll sich in besonderer Weise darin zeigen, wie religiöse Bildung von Anfang an gut im Blick ist und auch über den Schulbeginn hinausweist.

An fünf Punkten sollen brennpunktartig Herausforderungen benannt und bedacht werden:

 

1. Bildung als Selbstbildung von Anfang an
2. Zusammenhang von Leben und Glauben von Anfang an
3. Christliche Traditionen im Zeichen der Selbstbildung
4. Aufgaben der Elternbildung
5. Das Familienzentrum in der Gemeinde

 zurück

 

 
© 2017 Frieder Harz