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Aktuelles:

Reformatorengespräch

 Zum Reformationsfest ein Reformatorengespräch 

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Mutige Frauen der Reformation

 Ein Vortrag zur Bedeutung der Frauen im Reformationsgeschehen

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Theologisch-religionspädagogische Stichworte

 Neu: Beginn einer Serie mit Kurzartikeln zu wichtigen Stichworten für die religionspädagogische Theorie und Praxis in den Kitas   Neu im Mai:  'Gottesbilder' Neu im Juli:   'Gebet'    mit vielen Anregungen und Beispielen zu Gebeten in der Kita

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Erzählung des Monats Oktober

Jeden Monat wird eine von mir verfasste biblische Nacherzählung  bzw. eine Erzählung zu wichtigen Gestalten bzw. Themen des christlichen Glaubens vorgestellt. Biblische Erzählungen finden Sie auch in der "Suchhilfe Bibelgeschichten"  

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Erzählungen zum Reformationsjahr

 In den Geschichten des Monats besonderer Akzent beim Reformationsgeschehen

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K

    Dimensionaler Ansatz

 5. In konkreten Praxisfeldern Qualität entwickeln

 

Schauen wir zurück:

  • Da war zuerst der Weg von biblisch-theologischen Kernaussagen hin zu pädagogischen Grundmerkmalen, der zu intensiven Gesprächen in der Verschränkung von theologischen und pädagogischen Absichten, Zielsetzungen und Kompetenzen einlädt.
  • In vier Akzentsetzungen haben wir den Weg mit den Grundmerkmalen zu prägnanten Profi-lierungen der evangelischen bzw. christlichen Kindertageseinrichtung bedacht.
  • Dann differenzieren sich diese Grundmerkmale im zweiten Kapitel in dem Spannungsfeld von christlicher Identität und religiöser Vielfalt.
  • Schließlich tritt noch eine weitere Differenzierung in fünf Ebenen hinzu, die im Bisherigen auch schon angeklungen ist: neben der Ebene der Mädchen und Jungen die der Erziehenden selbst, die ja schon im ersten Kapitel zu Reflexionen zur eigenen religiösen Biografie eingela-den wurden, dann auch die der Eltern, die der Träger und schließlich die der gesellschaftlichen Öffentlichkeit.

Jede dieser Ebenen bietet je nach den örtlichen Gegebenheiten differenzierte Wege an. Arbei-ten mit einem differenzierten System reizt die einen, die sich gerne im Gesamtfeld der Quali-tätsfragen bewegen. Das Bearbeiten der Qualitätsprozesse in und mit einem globalen Struk-turpaket ist freilich nicht jedermanns Sache, besonders wenn diese Strukturen dreidimensional – in Grundmerkmalen, Ebenen und Aspekten - erscheinen. Ihr Vorteil ist die umfassende und übersichtliche Zusammenschau, ihr Nachteil die Gefahr, sich darin zu verlieren.

Deshalb bietet das dritte Kapitel weitere Wege an. Es fokussiert auf die sog. religionspädago-gischen Dimensionen (Raum, Zeit, Beziehungen etc.) und führt so nahe heran an die für Qua-litätsprozesse so bedeutsamen Schlüsselsituationen, die uns in gezielter Auswahl mitten hin-ein nehmen in das Alltagsgeschehen und von dort aus zur Arbeit am evangelischen Profil und den entsprechenden Qualitätsbeschreibungen einladen. Konsequent in und von solchen Dimensionen her gedacht bleiben damit ausgewählte wesentliche pädagogische Bezugspunkte durchgängig in allen weiteren Differenzierungen fest im Blick:

  • Die Dimensionen Raum und Zeit führen uns zu Strukturen und Zäsuren im Tageslauf, vom Morgenkreis bis zu Essenszeiten, zu spezifischen Aktivitäten in unterschiedlichen Räumen und räumlichen Zonen, auch im Freien.
  • Die Dimension Beziehungen rücken das Ankommen und Verabschieden täglich wie in der Eingewöhnungsphase in den Blick, auch das Wickeln und die Beschäftigung mit einzelnen Kindern.
  • Die Dimension Feste und Rituale lässt uns den Festkalender genau ansehen, mit den Bot-schaften der einzelnen Feste und ihrer Bedeutung für die Kinder, die dabei sich ergebenden Elternkontakte bis hin zur Einbindung in die Kirchengemeinde, für die die Feste wichtige Haftpunkte sind.
  • Die Dimension Kunst und Kinderkultur führt uns zum Projektgeschehen mit all den Facet-ten, die die Mitarbeitenden mit ihren Kompetenzen einbringen.
  • Die Dimension Erzählen und Gesprächskultur nimmt die vielerlei Sprechsituationen in den Blick, die auch in ihrer Spontaneität der Reflexion bedürfen.
  • Die Dimension Stille, Gebet, Meditation führt zu zeitlichen und räumlichen Inseln der Ru-he, in denen sich so mancherlei Formen der Andacht entwickeln.

Von solchen konkreten, wichtigen, wiederkehrenden Ereignissen im Tagesgeschehen aus las-sen sich Bögen hin zu dem spannen, was eine evangelische Kindertagesstätte ausmacht bzw. ausmachen sollte, d.h. zu den Anregungen in den ersten beiden Kapiteln.

Das neue ‚Hoffnung Leben’ kann und will solcher Qualitätsarbeit einen neuen Schub geben. Fast alles ist wiedererkennbar geblieben. Es geht um nichts Neues, das ein aufwändiges sich vertraut Machen erfordern würde. Die Arbeit mit dem neuen ‚Hoffnung Leben’ kann genau dort weitergeführt werden, wo sie mit dem alten zum vorläufigen Abschluss gekommen ist.

Aber vieles ist zugänglicher, einladender, präziser und aktuell griffiger geworden. Das betrifft auch die gut erkennbaren Bezüge zu relevanten, aktuellen Herausforderungen, Fragestellungen, Theorien, besonders zu den in der Zwischenzeit aktuell gewordenen Themen.

Doch es geht ja gar nicht um detaillierte Spurensuche, was nun wirklich und wo anders geworden ist, sondern um Ihre eigenen Erfahrungen, dass Sie – hoffentlich und sicherlich – mit dieser bearbeiteten Neuauflage von ‚Hoffnung Leben’ noch besser, effektiver, vielleicht auch genussvoller arbeiten können als mit der alten.
                                                                                                                                                                                                                                                Frieder Harz

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