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Aktuelles:

Reformatorengespräch

 Zum Reformationsfest ein Reformatorengespräch 

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Mutige Frauen der Reformation

 Ein Vortrag zur Bedeutung der Frauen im Reformationsgeschehen

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Theologisch-religionspädagogische Stichworte

 Neu: Beginn einer Serie mit Kurzartikeln zu wichtigen Stichworten für die religionspädagogische Theorie und Praxis in den Kitas   Neu im Mai:  'Gottesbilder' Neu im Juli:   'Gebet'    mit vielen Anregungen und Beispielen zu Gebeten in der Kita

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Erzählung des Monats Oktober

Jeden Monat wird eine von mir verfasste biblische Nacherzählung  bzw. eine Erzählung zu wichtigen Gestalten bzw. Themen des christlichen Glaubens vorgestellt. Biblische Erzählungen finden Sie auch in der "Suchhilfe Bibelgeschichten"  

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Erzählungen zum Reformationsjahr

 In den Geschichten des Monats besonderer Akzent beim Reformationsgeschehen

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K

    1 Mose 18

1. Mose 18: Sara lachte – Unglaubliches wird wahr

Abraham und Sara haben es mit ihrer Schafherde weit gebracht, sie sind wohlhabende Noma-den geworden. Aber ihr größter Wunsch blieb unerfüllt: Sie haben keine Kinder. Jahr um Jahr haben sie gehofft, dass ihr Wunsch in Erfüllung geht – vergeblich. Nun haben sie ihre Hoff-nung begraben. Sara und Abraham tragen die Last dieser Enttäuschung mit sich.
Da bekommen sie eines Tages von drei Männern Besuch. Nach den Regeln der orientalischen Gastfreundschaft werden die Unbekannten begrüßt, bewirtet, und der Hausherr führt das Ge-spräch mit ihnen, in dem sie ihre Erfahrungen austauschen. Sara geht inzwischen ihren Auf-gaben weiter nach. Aber sie spürt, dass es mit diesen Männern etwas Besonderes auf sich ha-ben muss. Immer wieder horcht sie nach draußen, fängt Gesprächsfetzen auf – und bleibt auf einmal wie gebannt stehen, versteckt sich hinter dem Vorhang, um jedes Wort mitzubekom-men: es geht um sie beide, um ihren großen Wunsch. Was wissen diese Männer von ihnen und von ihrer inneren Not? Woher wissen sie es? Alles ist so geheimnisvoll.
Und da sagt einer der Männer etwas, das so unglaublich ist – genau das, was sie ihrem Mann so gerne schon seit Jahren hätte sagen wollen: „Übers Jahr werdet ihr einen Sohn haben!“ Der Satz trifft sie, geht ihr durch und durch – so dass sie lachen muss, vor Überraschung, Ver-wunderung, Freude. Jetzt weiß sie auch, dass diese drei Männer Boten von Gott sind, Engel, die ihr gerade ein großes Geschenk gebracht haben, das größte Geschenk, das sie sich denken kann. Auch Abraham ist wie verwandelt.

Diese Geschichten sollten nicht auf biologische Ausnahmeerscheinungen reduziert werden. Vielmehr wird in ihnen der Perspektive des Alterns widersprochen: dem Alter als zunehmen-dem Verlust an Lebendigkeit, an Verschwinden der Möglichkeiten der Selbstentfaltung, als zunehmende Beschränkung. Es ist nie zu spät für Wunderbares, für bereichernde Erfahrun-gen, für Aufblühen.

Ist das aber auch eine Geschichte für Kinder? Sie sind doch noch weit entfernt von den zu bewältigenden Krisen des Alters. Für sie kann es eine Geschichte vom Warten sein, das trotz aller Enttäuschungen doch noch eine wunderbare Wendung nimmt. Der Lebenswunsch, etwas hervorzubringen, das Anerkennung findet, muss nie abgeschrieben werden. Als Versa-ger abgestempelt zu sein, muss nie als endgültig hingenommen werden. Dazu macht diese Geschichte Mut, Erwachsenen und Kindern. Es ist die Geschichte von einem Hoffen auf Gott, das nicht aufgibt und schließlich doch belohnt wird – auch wenn die Gegenerfahrungen in der realen Umwelt erdrückend zu sein scheinen.
Und schließlich geht es in der Geschichte ja um ein Kind, dessen Dasein für die Eltern so wichtig ist – auch das könnte für Kinder in dieser Erzählung interessant sein.

Das ganz Besondere dieser Geschichte von Abraham und Sara ist der Besuch der drei Män-ner, die sich als Boten Gottes zu erkennen geben. Damit gehört diese Erzählung auch zu den Engelerzählungen der Bibel, den Begegnungen mit diesen Vermittlern zwischen Gott und den Menschen, zwischen Himmel und Erde. Sie sind erkennbar an ihren Flügeln (Engel Gabriel bei Maria, Lukas 1) oder nur an ihrem Wirken, ihrer Botschaft in Wort und Tat, die die Beteilig-ten oft erst hinterher erkennen (Tobias).

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© 2017 Frieder Harz