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Mutige Frauen der Reformation

 Ein Vortrag zur Bedeutung der Frauen im Reformationsgeschehen

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Theologisch-religionspädagogische Stichworte

 Neu: Beginn einer Serie mit Kurzartikeln zu wichtigen Stichworten für die religionspädagogische Theorie und Praxis in den Kitas   Neu im Mai:  'Gottesbilder' Neu im Juli:   'Gebet'    mit vielen Anregungen und Beispielen zu Gebeten in der Kita

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Erzählungen des Monats August

Jeden Monat wird eine von mir verfasste biblische Nacherzählung  bzw. eine Erzählung zu wichtigen Gestalten bzw. Themen des christlichen Glaubens vorgestellt. Biblische Erzählungen finden Sie auch in der "Suchhilfe Bibelgeschichten"  

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Erzählungen zum Reformationsjahr

 In den Geschichten des Monats besonderer Akzent beim Reformationsgeschehen

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Suchhilfe Bibelgeschichten (Altes und Neues Testament)

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    Erzählvorschlag

Erzählvorschlag: Jesus und die Kinder (Markus 10)

„Hast du auch schon von diesem Jesus gehört?“ fragt Susanna ihren Freund Tobias. „Alle Leute gehen zu ihm hinaus, zu dem Platz bei den schattigen Palmen“. – „Ich möchte auch hin zu ihm“, sagt Susanna, „ich möchte diesen Jesus kennenlernen und mit ihm reden!“ – „Aber alleine traue ich mich noch nicht“, sagt Tobias, „und außer-dem dürfen wir auch alleine noch nicht so weit gehen!“ Beide laufen nun zu ihren Müttern und betteln: „Bitte, bitte, wir wollen unbedingt zu diesem Jesus! Andere Kin-der sind auch draußen bei ihm!“ – „Na gut“, sagen beide Mütter, „dann gehen wir eben auch hinaus! Aber ihr müsst euch ruhig verhalten, damit ihr nicht stört!“ – „Klar“, sagen Susanna und Tobias, „wir sind doch schon groß!“ Und zueinander flüstern sie mit verschwörerischer Miene: „Aber zu dem Jesus gehen wir dann alleine hin, wir sind doch keine Babys mehr!“ – „Ich habe gehört“, meint Tobias, dass Jesus Kinder mag und ihnen tolle Geschichten von Gott erzählen kann. So eine möchte ich unbe-dingt auch hören!“

Auf dem Weg treffen sie viele andere, die auch zu Jesus gehen, auch andere Kinder sind dabei. „Hallo“ begrüßen sie sich und reden miteinander und erzählen sich ge-genseitig, was sie schon von diesem Jesus wissen. Endlich sind sie dort, es ist nun ein richtiges Gedränge. Die Mütter kommen nicht mehr weiter. „Komm“, sagt Tobias zu Susanna und nimmt sie an der Hand, „jetzt müssen wir zwischen den Großen hindurchschlüpfen, damit wir etwas von Jesus sehen!“. Susanna zögert, schaut die Mutter an, und die nickt ihr zu. Sie hätte ja ganz gerne, dass die Mutter mitkommt, aber das geht nicht wegen der anderen Leute. „Komm schon“, sagt Tobias. Sie drängen sich durch die Zwischenräume und andere Kinder machen es ihnen nach. Sie rufen einander zu, damit sie sich nicht aus den Augen verlieren. Jetzt sind sie schon fast bei Jesus. Susanna und Tobias klopft vor Aufregung das Herz ganz laut. Das da muss der Jesus sein, und bei ihm stehen Männer, die sie auch noch nie gesehen haben. „Komm“, ruft Susanna zu Tobias, „komm her, gleich sind wir da!“.

„Was ist denn da los?“ ruft einer von den Männern auf einmal. „Wenn ihr nicht ruhig sein könnt, dann habt ihr hier nichts verloren! Das hier ist sowieso noch nichts für euch! Das versteht ihr ja noch gar nicht! Dafür sein ihr doch noch viel zu klein! Geht zurück zu euren Eltern! Die sollen sich um euch kümmern und darauf achten, dass ihr ruhig seid!“ Susanna und Tobias sind ganz erschrocken und den Tränen nahe. So haben sie sich die Begegnung mit Jesus überhaupt nicht vorgestellt. Ihre Freude ist wie weggeblasen. „Komm, wir gehen“, flüstert Tobias ganz mutlos und ängstlich zu Susanna.

Doch da hören die beiden eine andere Stimme, die Stimme von Jesus: „Was ist denn da los?“ ruft auch er. „Ach, Kinder sind da, die stören“, antworten seine Freunde, „wir schicken sie gerade weg!“ – „Nein“, sagt Jesus, „die Kinder sollen zu mir herkom-men! Ich will mit ihnen reden! Die sind alle schon groß genug!“ Und zu den Kindern sagt er: „Kommt her, ich freue mich, dass ihr da seid“. Tobias und Susanna schauen einander an und gehen hin zu Jesus, wo wie auch die anderen Kinder. Zwischen den anderen Erwachsenen können sie sogar kurz ihre Mütter sehen, die aufmerksam herschauen. Und dann spricht Jesus lange mit ihnen, nur mit den Kindern. Er erzählt ihnen Geschichten von Gott, dass für Gott die Kinder ganz wichtig sind. Und dann legt er ihnen die Hand auf den Kopf und sagt: „Gott segne euch. Er gebe ich viel Freude an allem Neuen, das ihr entdeckt und lernt. Er sei euer Begleiter auf allen euren Wegen, auch wenn ihr ihn nicht sehen könnt!“ Tobias und Susanna gefällt es gut bei Jesus. Er redet mit ihnen wie mit den Großen. Dann verabschieden sie sich und gehen zurück zu ihren Müttern. Sie sind ganz stolz auf das, was sie bei Jesus erlebt haben. Ganz genau erzählen sie es zu Hause den anderen, die nicht dabei waren.

Gesprächsanstöße:

- Als die Männer um Jesus die Kinder wegschicken wollten, waren Tobias und Susanna den Tränen nahe. Wie ist es, wenn man
    solch eine Enttäuschung erlebt?
- Das Gespräch mit Jesus hat den beiden Spaß gemacht. Sie haben Jesus auch einiges gefragt. Was hättet ihr ihn gefragt?
- Am Abend hatten sie viel zu erzählen. Was war ihnen wohl am wichtigsten?
- Als Jesus sie segnete, haben sie sich seine Worte gut gemerkt. Wisst ihr sie auch noch?
 

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© 2017 Frieder Harz