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Aktuelles:

Erzählung des Monats Dezember

Jeden Monat wird eine von mir verfasste biblische Nacherzählung  bzw. eine Erzählung zu wichtigen Gestalten bzw. Themen des christlichen Glaubens vorgestellt. Biblische Erzählungen finden Sie auch in der "Suchhilfe Bibelgeschichten"  

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Suchhilfe Bibelgeschichten (Altes und Neues Testament)

70 Geschichten der Bibel für das eigene Erzählen erschlossen

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Theologisch-religionspädagogische Stichworte

 Neu: Beginn einer Serie mit Kurzartikeln zu wichtigen Stichworten für die religionspädagogische Theorie und Praxis in den Kitas   Neu im Mai:  'Gottesbilder' Neu im Juli:   'Gebet'    mit vielen Anregungen und Beispielen zu Gebeten in der Kita

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Mutige Frauen der Reformation

 Ein Vortrag zur Bedeutung der Frauen im Reformationsgeschehen

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Reformatorengespräch

 Zum Reformationsfest ein Reformatorengespräch 

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K

    Erzählvorschlag

Erzählvorschlag: Was die Angst vertreibt (Markus 4) - Sturmstillungsgeschichte

Ein langer Tag war es heute wieder gewesen. Die Jünger freuen sich auf den Abend. Sie wollen mit Jesus noch auf den See hinaus fahren und es sich dort angenehm machen. Alles sieht gut aus. Sie unterhalten sich, reden und lachen. Ja, so ist es schön, das gefällt ihnen. „Meinetwegen können wir das jeden Abend so machen“ meint Andreas. Als die ersten Wolken am Himmel aufziehen, machen sie sich noch keine Gedanken. Aber dann werden es schnell immer mehr. „Das sieht nach einem Sturm aus“, ruft Simon, „kommt, lasst uns umkehren und schnell ans Ufer zurückfah-ren!“ Immer dickere Wolkenpakete schieben sich am Himmel heran, und immer dunkler werden sie. „Schneller!“ ruft Simon, „sonst schaffen wir es nicht, bevor das Unwetter losgeht!“ Ein richtiges Wettrennen ist es jetzt zwischen ihnen im Boot und den schwarzen Wolken, die immer dichter und dunkler werden. Angst steigt in den Jüngern hoch, in ihren Augen kann man es sehen. „Hoffentlich schaffen wir es!“ denkt jeder für sich.

Und dann bricht das Unwetter plötzlich los. Der Sturm fährt daher und wirbelt das Wasser auf. Voller Entsetzen starren die Jünger auf die hohen Wellen, auf denen das Schiff jetzt hinauf- und hinunter schießt. „Wir sind verloren“, ruft einer, „unser Schiff hält das nicht mehr aus!“ – „Jetzt kann uns nichts mehr helfen“ stöhnt Thaddäus voller Angst und Verzweiflung. „Wo ist Jesus?“ ruft einer. Ja richtig, wo ist Jesus? An den haben sie in ihrer Not gar nicht gedacht. Und was sehen sie? Er liegt auf einer Bank am Ende des Boots und schläft. Schläft, als ob nichts wäre! „He, Je-sus!“ rufen sie und schütteln ihn wach, „merkst du nicht, dass wir alle miteinander gleich verloren sind? Macht es dir nichts aus, wenn wir gleich alle ertrinken? Wie kannst du nur so ruhig daliegen?“ Aber Jesus sagt: „Warum habt ihr denn so große Angst? Warum seid ihr so verzweifelt? Ihr seid doch nicht allein! Ich bin doch da! Gott ist da! Gott lässt euch nicht im Stich! Wisst ihr das denn immer noch nicht?“ – „Aber der Sturm…“ rufen sie. „Gott ist auch stärker als der Sturm“ antwortet Jesus mit kräf-tiger Stimme. Er sagt es laut und sicher und ruhig.

Die Jünger schauen auf Jesus. Und es ist ihnen, als ob von seiner Ruhe auch etwas auf sie übergeht. „Ja, Gott ist bei uns“, murmeln einige. „Wo Jesus ist, da ist auch Gott, und Gott lässt uns nicht im Stich!“ Ganz laut sagt Jesus noch einmal: „Gott ist stärker als der Sturm. Und Gott ist bei uns!“ Das sind gute Worte. Jedes dieser Worte nehmen die Jünger ganz tief in sich auf. Und sie schauen auf Jesus und lassen sich anstecken von seiner Ruhe.

Zuerst merken sie es gar nicht gleich, wie der Sturm nachlässt. „Es wird ruhiger“, ruft Simon, und es klingt sehr erleichtert. Und tatsächlich, der Sturm hört nach und nach wieder auf und die ersten Sonnenstrahlen kommen wieder zwischen den Wolken hervor. Voller Freude fallen sich die Jünger in die Arme. „Wir sind gerettet!“ rufen sie. „Danke Jesus, dass du bei uns bist! Danke, dass du die Angst vertrieben hast!“ Und ein anderer ruft: „Das wollen wir nie vergessen, dass Gott immer bei uns ist, auch in der größten Not!“

Als sie wieder am Ufer ankommen, werden sie schon von den anderen begrüßt: „Gut, dass ihr wieder da seid!“, sagen sie. „War es sehr schlimm, da draußen im Sturm?“ – „Ja“, antworten einige, „aber Jesus war bei uns. Mitten in unserer Angst hat uns Jesus Ruhe in unser Herz geschenkt. Das wollen wir nie mehr vergessen!“

Gesprächsanregungen:

- Sich so hilflos und allein zu fühlen, das ist schlimm. Kennst du dieses Gefühl auch?
- So wie die Wolken immer dichter wurden, nahm auch die Angst in den Jüngern immer mehr zu. Wie ist das, wenn die Angst in
    einem immer größer wird?
- Dann sagte Jesus: „Warum habt ihr so viel Angst? Gott ist doch da!“ Habt ihr auch gespürt, wie gut das den Jüngern getan
    hat?
- Wie ist das, wenn von einem die Angst weggeht? Erzählt davon!
- Dass Gott bei uns ist, das kann man in der Angst leicht vergessen. Da ist es gut, sich immer wieder daran zu erinnern. Was
    kann einem wohl helfen, damit man das nicht vergisst?
 

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© 2017 Frieder Harz