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Aktuelles:

Mutige Frauen der Reformation

 Ein Vortrag zur Bedeutung der Frauen im Reformationsgeschehen

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Theologisch-religionspädagogische Stichworte

 Neu: Beginn einer Serie mit Kurzartikeln zu wichtigen Stichworten für die religionspädagogische Theorie und Praxis in den Kitas   Neu im Mai:  'Gottesbilder' Neu im Juli:   'Gebet'    mit vielen Anregungen und Beispielen zu Gebeten in der Kita

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Erzählung des Monats September

Jeden Monat wird eine von mir verfasste biblische Nacherzählung  bzw. eine Erzählung zu wichtigen Gestalten bzw. Themen des christlichen Glaubens vorgestellt. Biblische Erzählungen finden Sie auch in der "Suchhilfe Bibelgeschichten"  

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Erzählungen zum Reformationsjahr

 In den Geschichten des Monats besonderer Akzent beim Reformationsgeschehen

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Suchhilfe Bibelgeschichten (Altes und Neues Testament)

70 Geschichten der Bibel für das eigene Erzählen erschlossen

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K

    Was Hände bedeuten (Mk 3)

Was Hände für das Leben bedeuten (Markus 3,1-6)

- Zu den anderen dazugehören
- Aktiv sein und etwas leisten können
- Neues beginnen können

Nur knapp wird in den Evangelien die Begebenheit erzählt, in der Jesus den Mann mit der „verdorrten Hand“ heilt. Aber es braucht nicht viel Einfühlungsvermögen, um zu erfassen, was solche Behinderung in einer gesellschaftlichen Situation bedeutete, die von großer Armut geprägt war. Da mussten alle mithelfen, um das Überleben zu sichern. Es war zwar „nur“ die bewegliche Hand, die diesem Menschen fehlte, aber das mit enormer Wirkung auf das Leben und Zusammenleben.

Im biblischen Text ist diese Heilungsgeschichte mit einem scharfen Wortwechsel zwischen Jesus und den Hütern der religiösen Traditionen verbunden. Ihnen ist pri-mär wichtig, dass das Sabbatgebot eingehalten wird, wonach an diesem siebten Tag der Woche jegliche Arbeit zu unterbleiben hat. Jesus heilt am Sabbat und macht da-mit deutlich, dass er den Blick auf Menschen in Not wichtiger erachtet als die Einhal-tung der Sabbat-Regel. Es ist wohl davon auszugehen, dass im biblischen Text die Heilungsgeschichte erst später mit dem Streitgespräch verknüpft wurde. Wir wissen heute auch, dass aus solchen theologischen Auseinandersetzungen nicht der Wunsch hervorging, Jesus zu töten. Das eine sind hitzige Diskussionen mit Perso-nen, denen Jesu Einstellung zu weit ging – das andere sind die Machthaber in Jerusalem, die in Zusammenarbeit mit der römischen Besatzungsmacht jeden möglichen Unruheherd im Keim erstickten.

Beim folgenden Erzählvorschlag ist das Streitgespräch ausgeblendet, um der Einfachheit und Geschlossenheit der Geschichte willen. Freilich weist uns indirekt Jesu Wort „Soll man am Sabbat Menschenleben retten oder töten?“ auf die Dramatik dieser Behinderung hin, die wohl wie ein – gesellschaftliches – Todesurteil über dem Kranken schwebte. Das soll in der Erzählung schon zum Ausdruck kommen und damit zugleich ins Bewusstsein rücken, wie wichtig die funktionsfähige Hand (einschließlich der heute zur Verfügung stehenden Greifhilfen) für uns Menschen ist.
 

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© 2017 Frieder Harz