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K

    Jesus wird wütend

Erzählvorschlag zu: Jesus wird wütend

Der Tempel in Jerusalem war das zentrale Heiligtum der Juden. Er bestand aus meh-reren Bereichen. Den Vorhof durften alle betreten. Der Innenbereich war nur den Juden zugänglich. Anderen war der Zutritt streng verboten. Und der innerste Raum, das Allerheiligste, durfte sogar nur vom Hohenpriester einmal im Jahr betreten werden. Im Innenbereich waren die Opferaltäre, wo die Tiere geopfert wurden, die zu diesem Zweck gestiftet worden waren. Im Vorhof konnte man sie kaufen. Deswegen ging es dort auch oft wie auf einem Markt zu. Normales Geld wurde in Tempelgeld umgewechselt, mit dem dann die Opfertiere bezahlt wurden. Jesus war entsetzt darüber, wie sich ihm da der ehrwürdige Tempel präsentierte, der Raum, in dem sich die aus-ländischen Gäste aufhielten.

 

An ihrem ersten Tag in Jerusalem gingen die Freunde mit Jesus in den Tempel. Das war aufregend und spannend für sie, denn in den Tempel kamen sie nur sehr selten. Der Weg von ihren Dörfern am See Genezareth nach Jerusalem war doch sehr weit. „Ob man das spürt, dass man im Tempel Gott besonders nahe ist?“ fragt Andreas. Es ist schon so lange her seit er zum letzten Mal im Tempel war. „Bestimmt“, meinen die anderen. „Dort wird ja gebetet und gesungen, wird Gott gelobt und ihm gedankt“. Alle freuen sich darauf. „Sicherlich wird wieder alles sehr feierlich zugehen“, meint einer der Freunde. „Die Tempeltrompeten haben wir doch schon gestern von Weitem gehört“. – „Ja, bestimmt“, meinen auch die anderen. Alle freuen sich schon darauf, bis sie durch das erste große Tor in den Vorhof des Tempels eintreten.
Inzwischen sind sie dort angekommen. Das große Tor steht offen. Sie gehen hinein. Aber was ist das? Lautes Rufen und Geschrei tönt ihnen entgegen. Das sind keine Gebete, das sind Händler, die ihre Opfertiere anpreisen: „Hier habe ich Tauben zum günstigen Preis! Kauft Opfertiere bei mir!“ Und ein anderer ruft: „Wer günstig Geld wechseln möchte, bitte hier bei mir!“ Jeder schreit so laut er kann, um die anderen zu übertönen. Und die Käufer laufen hin und her, von einem zum anderen. Den Freun-den verschlägt es die Sprache. Aber dann schauen sie wie gebannt auf Jesus. Der hat vor Zorn einen roten Kopf bekommen. „Was fällt euch denn ein“, ruft er so laut, wie ihn die Freunde noch nie haben rufen hören. „Das ist doch ein Ort für das Gebet! Ihr macht einen Jahrmarkt daraus, ja sogar eine Räuberhöhle!“ Und dann zeigt er auf ein großes Schild: ‚Nur Juden dürfen weitergehen’ steht darauf. „Habt ihr denn vergessen, dass alle unsere Gäste, die keine Juden sind, von unserem Tempel nur diesen Vorhof kennenlernen dürfen? Und was erleben sie hier? Nur Geschrei und Streit um die Preise. Und da sollen Menschen beten können? Was habt ihr bloß aus unserem schönen Tempelvorhof gemacht!“ Richtig in Wut hat sich Jesus geredet. Die Händler schauen ihn verwundert an. „Raus mit euch“ ruft Jesus ihnen zu, hier gibt es nichts zu verkaufen und zu handeln!“ Und er gibt dem ersten Verkaufstisch einen heftigen Fußtritt. „Hinaus mit all dem Zeug da! Das hat hier nichts zu suchen! Hier sollen Menschen beten können!“ Und er gibt einem zweiten Verkaufsstand einen Tritt, dass er umfällt. Da packen die Händler hastig ihre Sachen ein, verstauen ihre Tiere in Körben und flüchten eilig aus dem Vorhof.
Petrus ist begeistert. „Jesus, das hast du gut gemacht! Das passt zu einem neuen König. Mach nur weiter so, dann wird alles anders und besser in der Stadt!“ Aber die anderen schauen unsicher. „Jesus, so wütend haben wir dich noch nie erlebt! Was ist bloß in dich gefahren? Du bist sehr grob mit den Händlern umgegangen. Meinst du, dass sie sich das einfach so gefallen lassen? Ganz bestimmt kommen jetzt gleich die Tempelaufseher. Und was machst du dann, wenn sie dich verhaften wollen?“
Jesus ist inzwischen wieder ruhiger geworden – so wie es auch im Vorhof des Tem-pels ruhiger geworden ist. Die Freunde Jesu sprechen ein Gebet, und dann betreten sie den Innenhof und sind dann mittendrin unter den vielen anderen, die den Priestern zusehen, wie sie an den Altären beten, singen und die Opfer durchführen. Ge-meinsam verlassen sie dann wieder den Tempel und gehen durch die Straßen der Stadt, die voller Menschen sind, zu dem Haus, in dem sie hier in Jerusalem wohnen.
 

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© 2017 Frieder Harz