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Mutige Frauen der Reformation

 Ein Vortrag zur Bedeutung der Frauen im Reformationsgeschehen

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Theologisch-religionspädagogische Stichworte

 Neu: Beginn einer Serie mit Kurzartikeln zu wichtigen Stichworten für die religionspädagogische Theorie und Praxis in den Kitas   Neu im Mai:  'Gottesbilder' Neu im Juli:   'Gebet'    mit vielen Anregungen und Beispielen zu Gebeten in der Kita

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Erzählung des Monats Juni

Jeden Monat wird eine von mir verfasste biblische Nacherzählung  bzw. eine Erzählung zu wichtigen Gestalten bzw. Themen des christlichen Glaubens vorgestellt. Biblische Erzählungen finden Sie auch in der "Suchhilfe Bibelgeschichten"  

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Erzählungen zum Reformationsjahr

 In den Geschichten des Monats besonderer Akzent beim Reformationsgeschehen

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Suchhilfe Bibelgeschichten (Altes und Neues Testament)

70 Geschichten der Bibel für das eigene Erzählen erschlossen

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K

    Erzählvorschlag

Erzählvorschlag zu: Paulus kommt nach Europa - Ein Traum als Wegweiser (Apostelgeschichte 16,1-11)

Seit Tagen wandern zwei Männer, sie heißen Paulus und Silas, auf mühsamen Wegen von einem Dorf zum nächsten. Sie sind unterwegs, um den Menschen in den Dörfern und Städten von Jesus Christus zu erzählen. Am Anfang ihrer Reise hatten sie noch große Pläne und wussten ganz genau, wohin sie wollten. Jetzt aber sind sie unsicher, wohin sie sich wenden sollen. „Weißt du eigentlich genau, wohin du willst?“ fragt Silas seinen Begleiter Paulus. Wir sind doch bisher zielstrebig nach Norden ge-zogen, aber jetzt haben wir eine ganz andere Richtung. Jetzt wandern wir nach Wes-ten, zum Meer!“ – „Es hat sich eben so ergeben“, meint Paulus. „Und am Meer, wie soll es da weitergehen?“ fragt Silas hartnäckig. Paulus zuckt die Schultern. „Ich weiß es nicht. Ich weiß überhaupt nicht recht, wie es weitergehen soll“. Die Gegend ist ziemlich öde, und große Erfolge haben die beiden mit ihren Erzählungen in den Dör-fern auch nicht.

Und dann stehen sie auf einmal am Meer und schauen in die Weite. „Was meinst du, was nun geschehen soll“, fragt nun Paulus den Silas, und der zuckt mit den Schultern. „Wir könnten an der Küste bleiben und langsam wieder dahin zurückkehren, wo wir hergekommen sind“. – „Oder“, nimmt Paulus den Faden auf, „wir könnten uns in ein Schiff setzen und hinüberfahren nach Europa!“ – „Da waren wir noch nie“, sagt Silas, „ob wir das tun sollen, ich weiß nicht. Es gibt ja auch hier noch so viel zu tun. Und ob wir dort überhaupt bei den Menschen willkommen sind? Ob wir nicht lieber hier bleiben sollen, wo wir uns auskennen?“ Paulus seufzt. „Wenn ich bloß wüsste, was der richtige Weg für uns ist, was für unsere Aufgabe, von Jesus zu erzählen, am besten ist!“ – „Es lähmt mich so richtig, wenn ich nicht weiß, wie es weitergeht“, sagt Silas, und Paulus geht es genauso. Am Abend sitzen sie lange am Ufer und schauen hinaus auf das weite Meer.

In der Nacht hat Paulus einen Traum. Er steht wie am Abend mit Silas am Ufer und schaut auf das Meer. Da sieht er weit in der Ferne das nächste Ufer. So weit kann man doch eigentlich gar nicht sehen, denkt er sich. Aber die Sicht wird immer klarer. Er erkennt Bäume und Menschen, Und dann fällt ihm ein Mann auf, der eifrig winkt, direkt zu ihm her. Neugierig schaut er immer genauer hin. Ja, der Mann winkt ihm zu, er winkt ihn zu sich und ruft laut. Und jetzt kann Paulus sogar hören, was er ruft: Komm doch bitte zu uns herüber nach Mazedonien, wir brauchen dich. Wir brauchen die gute Botschaft von Jesus Christus. Und dann ist der Traum zuende. Das Meer ist wieder so endlos wie vorher.

Am Morgen geht es Paulus viel besser als in den Tagen vorher. Er erzählt Silas von seinem Traum, dass er etwas gesehen und gehört hat, was eigentlich gar nicht möglich war, und dann meint er: „Jetzt weiß ich, warum wir so einen komischen Weg ge-gangen sind. Gott hat gewollt, dass wir genau hierher kommen, und er will auch, dass wir hinüberfahren nach Europa, nach Mazedonien. Silas ist ganz aufgeregt, steckt voller Ideen und meint: „Ach, es ist so gut zu wissen, was jetzt zu tun ist. Jetzt geht es auch mir wieder viel besser!“

Sie besteigen ein Schiff und fahren hinüber. Alles wirkt zunächst fremd auf sie. Sie wandern zuerst ein Stück an der Küste entlang und kommen dann in die Hafenstadt Philippi. Eine Frau spricht sie an und fragt, ob sie sich auch gut zurechtfinden. Sie kommen ins Gespräch, werden zum Essen eingeladen, zu einem Treffen mit ande-ren Leuten mitgenommen, werden aufgefordert, von ihrem Jesus zu erzählen, freun-den sich mit den Leuten an und wohnen bei ihnen, lernen immer mehr Menschen kennen, die schließlich alle zur Gemeinschaft der Christen dazugehören wollen und sie taufen lassen. Es geht alles wie am Schnürchen, die beiden kommen aus dem Staunen nicht heraus. „Wie gut, dass du diesen Traum gehabt hast“, sagt Silas zu Paulus, und der antwortet: „den hat mir Gott geschickt, und ich bin von Herzen dank-bar dafür!“

Gesprächsanregungen:

- Kennst du das auch, dass man manchmal überhaupt nicht weiß, was man eigentlich will und tun soll?
- Hast du auch Träume erlebt, in denen man Sachen sehen kann, die sonst un-sichtbar sind?
- Im Traum hat Paulus ein Zeichen von Gott bekommen, wie es weitergeht. Kann man etwas träumen, das zugleich ein guter Rat
    ist?
- In der Bibel wird öfter davon erzählt, dass Gott im Traum zu den Menschen spricht. Kennst du solche Geschichten?
 

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© 2017 Frieder Harz