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Aktuelles:

Mutige Frauen der Reformation

 Ein Vortrag zur Bedeutung der Frauen im Reformationsgeschehen

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Theologisch-religionspädagogische Stichworte

 Neu: Beginn einer Serie mit Kurzartikeln zu wichtigen Stichworten für die religionspädagogische Theorie und Praxis in den Kitas   Neu im Mai:  'Gottesbilder' Neu im Juli:   'Gebet'    mit vielen Anregungen und Beispielen zu Gebeten in der Kita

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Erzählungen des Monats August

Jeden Monat wird eine von mir verfasste biblische Nacherzählung  bzw. eine Erzählung zu wichtigen Gestalten bzw. Themen des christlichen Glaubens vorgestellt. Biblische Erzählungen finden Sie auch in der "Suchhilfe Bibelgeschichten"  

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Erzählungen zum Reformationsjahr

 In den Geschichten des Monats besonderer Akzent beim Reformationsgeschehen

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Suchhilfe Bibelgeschichten (Altes und Neues Testament)

70 Geschichten der Bibel für das eigene Erzählen erschlossen

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K

    Erzählanregung

2. Mose 3: Berufung des Mose – Werde ich das schaffen? 

Ziel:
- Sich über die Grenzen menschlicher Bilder von Gott Gedanken machen
- das Geheimnisvolle des Wahrnehmens Gottes in dieser Geschichte nachempfinden
- überlegen, wie Gott in unserer Welt in Erscheinung tritt

Fördert:
- Verständnis für die Unzulänglichkeit menschlicher Vorstellungen von Gott
- Bereitschaft zum Nachdenken über Gottes Wirken in der Welt


Immer wieder muss Mose an seine Landsleute in Ägypten denken. Abends, wenn er mit sei-ner Frau Zippora vor dem Zelt sitzt, wandern seine Gedanken dorthin, wo er aufgewachsen ist, nämlich nach Ägypten. Aber es sind schwere Gedanken: „Warum nur lässt Gott zu, dass mein Volk dort so viel Not erleiden muss?“, fragt er sich, „dass die ägyptischen Aufseher meine Landsleute zur harten Arbeit zwingen, unaufhörlich, jeden Tag? Ich bete jeden Tag: Gott, du bist stark und mächtig! Verbiete dem Pharao, dem ägyptischen König, so mit unse-ren Leuten umzugehen!“

Nach einer Weile fragt Zippora, die weiß, was ihm wieder durch den Kopf geht: „Mose, wie stellst du dir eigentlich Gott vor? Ich denke mir, er muss groß sein, mit Armen voller Kraft, damit er tun kann, was wir von ihm erwarten!“ Mose nickt zustimmend: „Ich hoffe, dass wir bald etwas erfahren von dieser Kraft, wenn endlich Gott mein Volk aus der Gewalt der Ä-gypter befreit!“

Am nächsten Tag hat Mose einen längeren Weg in die Wüste vor sich. Es ist heiß, die Luft flimmert, und das helle Sonnenlicht blendet Mose so sehr, dass er die Augen fest zukneifen muss. Er ist schon nahe bei dem Berg, zu dem die Leute hier ‚Gottesberg’, sagen, als er in der Ferne ein Feuer brennen sieht. Neugierig geworden geht er darauf zu und erkennt, dass da ein Busch brennt, der aber nicht aufhört zu brennen. „Was ist das wohl für ein seltsames Feuer?“ denkt er sich.

Und dann hört er auf einmal eine Stimme in sich und weiß, dass das Gottes Stimme ist: „Bleib stehen, Mose. Zieh deine Schuhe aus, denn du stehst hier auf heiligem Boden!“ Mose tut das, schaut dann gebannt in das Feuer und erschrickt über einen Gedanken, der ihm in den Sinn kommt: „Wenn Gott in dem Feuer ist“, denkt er sich, „dann muss dieses Feuer ja noch viel heller sein als jedes andere Feuer“. Und er zieht sich schnell seinen Umhang über das Gesicht.

Dann hört er wieder Gottes Stimme: „Ich habe eure Gebete erhört und werde bald mein und dein Volk in die Freiheit führen“. – „Endlich!“ denkt Mose, und er spürt große Erleichterung in sich. Aber als Gott weiterspricht, durchfährt ihn wieder ein gewaltiger Schreck, denn Gott sagt: „Du, Mose, wirst zum Pharao nach Ägypten gehen, ihm den Befehl zur Freilassung erteilen und dann das Volk aus Ägypten heraus führen!“ – „Das kann ich doch nicht“, stottert Mose. „Gegen den Pharao bin ich doch viel zu schwach und hilflos. Und dann muss ich so stot-tern wie jetzt, und dann geht bestimmt alles schief!“ – „Es wird nichts schief gehen, sondern gelingen“, antwortet Gott. „Nimm Aaron mit, der hilft dir beim Reden, wenn ihr vor dem Pha-rao steht. Ich bin mit meiner Kraft bei euch. Ich werde euch auf dem Weg in die Freiheit schützen und begleiten! Verlass dich darauf!“ Dann ist das Feuer erloschen, und Mose macht sich wieder auf den Heimweg. Er beeilt sich, denn er muss unbedingt mit seiner Frau Zippora über das sprechen, was er gerade erlebt hat.

Als er zu Hause angekommen ist und anfängt zu erzählen, da fragt Zippora gleich voller Neugierde: „Was hast du denn von Gott gesehen?“ Mose antwortet: „Nur Feuer und Licht, aber sonst nichts, weil ich mir die Augen verdeckt habe“. – „Schade, meint Zippora, „ich hät-te gerne genauer gewusst, wie Gott in dem Feuer war“. Mose meint darauf: „Viel wichtiger ist ja, was er zu mir gesprochen hat, nämlich dass er mich zum Pharao nach Ägypten schickt, und dass er mich stark macht für meine Aufgabe!“ – „Da hast du recht“, meint Zippora dar-auf, „ich bin mir ganz sicher, dass Gott das hält, was er dir versprochen hat. Und ich bin schon ganz gespannt, was du mir dann alles erzählen kannst von Gottes Kraft!“

Gesprächsanregungen

- Erinnerst du dich, wie sich Mose und Zippora den starken und mächtigen Gott vorge-stellt haben? Wie stellst du dir denn Gott
  vor?
- Was hätte wohl Mose in dem Feuer gesehen, wenn er seine Augen nicht verdeckt hätte?
- Mose hat etwas von Gott gesehen, obwohl man Gott doch gar nicht sehen kann. Wie passt das deiner Meinung nach
  zusammen?
- Dass Gott dem Mose in einem brennenden Busch, in Feuer und hellem Licht erschie-nen ist, das war für Mose ein wichtiges
  Zeichen auf seinem Weg nach Ägypten. Was meinst du wohl, warum?
- Was alles konnte Mose von seinem Erlebnis mit Gott auf seinen Weg mitnehmen, das ihm Mut machte für seine schwere
  Aufgabe?
- Kann Gott auch heute Menschen Mut zu ihren Aufgaben machen?
- Zuerst hatte Mose gedacht, Gott selbst wird das Volk befreien. Nach seinem Erleb-nis wusste er es jetzt genauer. Was ist jetzt
  anders?
 

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© 2017 Frieder Harz