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Aktuelles:

Mutige Frauen der Reformation

 Ein Vortrag zur Bedeutung der Frauen im Reformationsgeschehen

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Theologisch-religionspädagogische Stichworte

 Neu: Beginn einer Serie mit Kurzartikeln zu wichtigen Stichworten für die religionspädagogische Theorie und Praxis in den Kitas   Neu im Mai:  'Gottesbilder' Neu im Juli:   'Gebet'    mit vielen Anregungen und Beispielen zu Gebeten in der Kita

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Erzählung des Monats Juni

Jeden Monat wird eine von mir verfasste biblische Nacherzählung  bzw. eine Erzählung zu wichtigen Gestalten bzw. Themen des christlichen Glaubens vorgestellt. Biblische Erzählungen finden Sie auch in der "Suchhilfe Bibelgeschichten"  

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Erzählungen zum Reformationsjahr

 In den Geschichten des Monats besonderer Akzent beim Reformationsgeschehen

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Suchhilfe Bibelgeschichten (Altes und Neues Testament)

70 Geschichten der Bibel für das eigene Erzählen erschlossen

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K

    Hinführung

Die Taufe hat für die Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinde zentrale Bedeutung. In den evangelischen Kirchen ist sie neben dem Abendmahl eines der beiden Sakramente.

Während aber das Abendmahl regelmäßig gefeiert wird, ist die Taufe im Leben eines Christen ein einmaliges Geschehen. Und weil die meisten als kleine Kinder getauft werden, haben sie auch keine Erinnerungen an die eigene Taufe.

Deshalb ist es eine wichtige religionspädagogische Aufgabe, Kindern das Erleben von Taufen zu ermöglichen, bei dem sie daran erinnert werden, dass sie auch selbst getauft wurden. Daneben halten wir auch nach anderen Anknüpfungspunkten Ausschau, mit denen die Taufe bedeutsam werden kann.

 

Tauferzählungen, Tauferinnerungsfeiern, Mitwirkung der Kinder bei der Taufe eines ihnen bekannten Kindes – das sind gute Gelegenheiten, Taufe mitzuerleben und sie ins Gespräch zu bringen. Sie sind auch eine gute Möglichkeit, die Beziehung der evangelischen Kindertagesstätte zur ihrer Kirchengemeinde zu stärken. Gemeinsam mit der Pfarrerin / dem Pfarrer bereiten die Erzieher/innen die Taufe eines (Geschwister-)Kindes aus der Einrichtung vor, oder planen die Durchführung einer Tauferinnerungsfeier – da gibt es schon im Vorfeld eine Menge mit den Kindern und auch Eltern zu besprechen, kennenzulernen, einzuüben. 

 

Eine besondere Herausforderung ist dabei, den (noch) nicht getauften Kinder gerecht zu werden. In allen Vorbereitungen muss deutlich werden, dass

-         sie genauso wie die getauften Kinder zur Gruppe dazugehören, genauso wie die anderen anerkennt und geachtet werden

-         sie Gelegenheit haben sollen – etwa analog zum Mitfeiern von Geburtstagen anderer Kinder – sich gerne zu beteiligen, um zum Fest eines anderen Kindes etwas beizutragen, ihm dieses Fest zu verschönern

-         sie in dem Geschehen der Taufvorbereitung und –gestaltung Vieles erleben können, das auch sie anspricht und betrifft.

 

Viele Eltern, die zu ihrer Kirchengemeinde sonst nur wenig Kontakt haben, sind dennoch an der Taufe ihrer Kinder sehr interessiert. Woran liegt es wohl, dass sie - oft nach langer Zeit - wieder den Weg zur Kirche finden, um ihr Kind taufen zu lassen? Worin liegen die Gründe, dass sie auf die Taufe ihres Kindes nicht verzichten wollen? Offensichtlich bietet die Taufe etwas an, das geheime, tiefsitzende Wünsche und Sehn­süchte anspricht und aufnimmt: Eine Feier wird vollzogen, in der Eltern mit ihrem Kind im Mittelpunkt stehen. Ihr Kind wird ganz individuell Gottes Schutz anvertraut, über ihm wird der Segen gesprochen. Es wird für dieses Kind gesungen und gebetet, der Be­ginn seines Lebens wird vor Gott würdig und festlich bedacht. Es sind nicht nur Worte, die ge­sprochen werden, sondern es geschieht auch etwas. In Zeichen und einem symbolhaften Ge­schehen wird diesem Kind etwas auf seinen Lebensweg mitgegeben.

 

Mit diesen Vorüberlegungen ist bereits der Rahmen für die folgenden Klärungen, Impulse, praktischen Anregungen und Vorschläge abgesteckt:

l   Ausgangspunkt sind Taufgeschichten. Mit ihnen rückt die Taufe ins Blickfeld, ohne dass die zuhörenden Kinder bereits auf ihre eigene Taufe hin angesprochen werden. Im Erzählen be­gegnen Kinder der Taufe als einem Geschehen, an dem einem viel vom christlichen Glaubens aufgehen kann - das soll genügen. Alle Kinder können sich in die Gestalten dieser Geschichten hineinversetzen, sie werden selbst im Zuhören zu diesen Personen, haben so Anteil an der Taufe, von der erzählt wird. Sie gehören selbst mit dazu - ob sie nun selbst getauft sind oder nicht. Anlässe für solche Taufge­schichten finden wir im Umfeld der bekannten christlichen Fe­ste.

 

l   Im Sinne des situativen Ansatzes nehmen wir Gegebenheiten in der Kindertagesstätte auf und setzen sie in Beziehung zum christlichen Glauben. Dazu können Taufsymbole eine gute Hilfe sein. So werden einige Symbole vorgestellt, die an alltägliche Erfahrungen anknüpfen und von denen aus sich Beziehungen zu bereits bekannten Taufgeschichten herstel­len lassen. Im Zusammenhang mit diesen Symbolen wer­den also die Taufgeschichten wieder in Erinne­rung gerufen, und auch die Symbole treten als Zeichen des Glaubens deutlicher ins Blickfeld. Taufsymbole und Taufgeschichten ergänzen einander und verdeutlichen, was die Taufe für den christlichen Glauben bedeutet.

    

Taufe begegnet so an verschiedenen Stellen der religionspädagogischen Arbeit, und sie wird mit Hilfe der Geschichten und Symbole jeweils in Beziehung gebracht zu lebensbegleitenden Erfahrungen des Glau­bens. Erinnert werden kann eigentlich nicht oft genug daran, dass wir unter dem Segen Gottes leben, dass Gott uns verspro­chen hat, bei uns zu sein. Die Taufe verdeutlicht auch unter diesem Aspekt etwas, das grund­sätzlich allen gilt: die Zusage, dass Gott von Beginn unseres Lebens an seine Beziehung zu uns aufgenommen hat und sie auch erhält.

 

l   Tauffeste können von den Kindern der Kindergartengruppe mit vorbereitet werden. An der Taufe der einzelnen Kinder wird allen bewusst, was uns die Taufe über unsere Beziehung zu Gott sagt. In dem Bemühen, die Taufe so lebendig wie nur möglich zu gestalten, sind alle be­teiligt und engagiert. Grenzen zwi­schen Getauften und Nicht-Getauften, Kirchennahen und Distanzierten verlieren ihre Bedeu­tung im gemeinsamen Tun. Taufgeschichten und -symbole können so weiterentwickelt werden zu Beiträgen für die Tauffeier. Vom Kennenlernen der Taufe in der Kindertagesstätte lassen sich auch Brücken schlagen zum Tauferinnerungsgottes­dienst der Getauften in der Gemeinde. 

 

 

Das folgende Angebot auf einen Blick:

Taufgeschichten

  • bieten Anregungen, von kirchlichen Festen her die Taufe in den Blick zu nehmen, zentrale Be­deutungen der Taufe den Kindern zugänglich zu machen, sie miterleben zu lassen, wie die Ge­tauften durch die Taufe bereichert wurden.
  • wollen dabei helfen, aus den meist sehr knappen Hinweisen im biblischen Text theologisch ver­antwortete Erzählungen zu gestalten. Erzählelemente werden so vorgestellt und erläutert, dass man aus ihnen auch auswählen, eigene Akzente setzen, die zentralen Deutungsspuren auch im eigenen "Erzählgewand" zum Ausdruck bringen kann. Es sind ganz bewusst keine fertigen Er­zählvorschläge, sondern Hilfestellungen zum Finden der eigenen, selbst durchdachten, für die konkrete Kindergruppe geschaffenen und von eigener Überzeugung getragenen Erzählgestalt. 

Taufsymbole

  • lassen sich von unterschiedlichen Situationen in der Kindergruppe her aufgreifen
  • schlagen Brücken zu den Taufgeschichten
  • verdeutlichen, was die Taufe am christlichen Glauben besonders hervorhebt
  • geben Anregungen zu weiteren Gestaltungen mit den Kindern 

Anregungen zum Tauf(erinnerungs)fest

-   zeigen, wie Erzieherinnen kompetente Partnerinnen bei der Vorbereitung einer Tauffeier sein können

-   geben Anstöße, Elemente aus Taufgeschichten und -symbolen zu Elementen für den Taufgot­tesdienst weiterzuentwickeln

 

Theologische Klärungen

-   geben Rechenschaft über die theologischen Entscheidungen, die den praktischen Anregungen zugrunde liegen

-   regen an, sich über das Wesen der christlichen Taufe genauer zu informieren

-   weisen von unterschiedlichen theologischen Ansätzen den Weg zur religionspädagogischen Ar­beit.

 

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© 2017 Frieder Harz