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Aktuelles:

Reformatorengespräch

 Zum Reformationsfest ein Reformatorengespräch 

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Mutige Frauen der Reformation

 Ein Vortrag zur Bedeutung der Frauen im Reformationsgeschehen

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Theologisch-religionspädagogische Stichworte

 Neu: Beginn einer Serie mit Kurzartikeln zu wichtigen Stichworten für die religionspädagogische Theorie und Praxis in den Kitas   Neu im Mai:  'Gottesbilder' Neu im Juli:   'Gebet'    mit vielen Anregungen und Beispielen zu Gebeten in der Kita

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Erzählung des Monats Oktober

Jeden Monat wird eine von mir verfasste biblische Nacherzählung  bzw. eine Erzählung zu wichtigen Gestalten bzw. Themen des christlichen Glaubens vorgestellt. Biblische Erzählungen finden Sie auch in der "Suchhilfe Bibelgeschichten"  

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Erzählungen zum Reformationsjahr

 In den Geschichten des Monats besonderer Akzent beim Reformationsgeschehen

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K

    Was bedeutet das für die Eltern?

Patchwork-Religiosität verträgt sich schlecht mit religiöser Erziehung, die auf Verwurzelung in einem Traditionszusammenhang zielt. Deshalb wollen viele Eltern auf frühe religiöse Bindung ihrer Kinder – man spricht hier dann gerne von Manipulation – verzichten, damit sich die Kinder später selbst frei entscheiden können, welcher religiösen Tradition sie ihr Vertrauen schenken wollen. Wie kann hier das dialogische Modell zur Anwendung kommen? Es gilt, auch mit dieser Einstellung als einer religiöse anderen umzugehen. Den eigenen Standort gilt es zu verdeutlichen – auch um den Preis einer Abmeldung des Kindes aus der Einrichtung willen. Auf der anderen Seite gilt es den Respekt gegenüber der Entscheidung der Eltern zu zeigen. Können sie sich in ihrer Einstellung verstanden fühlen? Wie kann hier das Anderssein in toleranter Form bewußt gemacht werden? Im Umgang mit anderen Religionen ist dies wohl leichter: Dort kann das Andere gut vorgestellt werden; von muslimischen Festen und ihren Bedeutungen kann erzählt werden, die Moschee kann besucht werden. So etwas ist bei diffuserer Religiosität kaum möglich. Aber mit diesen Eltern kann zum einen eine Basis für Verständigung gesucht werden: Erziehung zu Vertrauen und Selbstbewußtsein, Sensibilität für das Leben in uns und um uns herum, Staunen über die Schöpfung und Nachdenklichkeit angesichts der Fragen der Kinder – darüber sollte Einverständnis zu erzielen sein. Wenn sodann deutlich wird, daß den Kindern keine Entscheidungen für den christlichen Glauben abverlangt werden, daß sie nicht „missioniert“ werden sollen, ist der Wind manchen Widerstands aus den Segeln genommen. Und schließlich kann Vertrauen wachsen, wenn religiöse Projekte wie Gottesdienstgestaltungen etc. vorher mit den Eltern abgesprochen werden und auch den Eltern eingeräumt wird, ihr Kind nicht teilnehmen zu lassen. Eltern sollten erfahren, daß ihre Einstellung nicht als Ablehnung des Religiösen gedeutet wird, sondern als die andere Position, die auch Teil unserer Wirklichkeit ist und die auch die Kinder als eine eigene religiöse Haltung wahrnehmen sollten. Im Gegenzug sollten Eltern gebeten werden, die in der Kindertagesstätte vertretene Position den Kindern gegenüber nicht „madig“ zu machen, sondern auch als das für sie „Andere“ zu respektieren.

Weiter: Was bedeutet das für die Kinder?

 
© 2017 Frieder Harz