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K

    August 2016

Katharina von Bora (Teil 2)


Vorüberlegungen


Die im April 1523 in Wittenberg angekommenen, aus Nimbschen geflohenen Nonnen wurden zunächst als Haustöchter auf geeignete Familien verteilt. Katharina kam zur Familie des angesehenen Stadtschreibers Philipp Reichenbach. Sie gewann in dieser Zeit einen großen Bekanntenkreis, war auch im Haus des hoch angesehenen Malers Lucas Cranach ein gern gesehener Gast. So ergaben sich auch die Begegnungen mit Martin Luther.
Im Juni 1525 erfolgte die Heirat. Mit immenser Tatkraft gestaltete Katharina das schon seit Jahren aufgelöste Augustinerkloster zu einem ansehnlichen Wohnsitz um, mit Räumen für die Familie, für viele Gäste, auch für Studenten. Etwa 50-60 Personen waren täglich bei den Mahlzeiten zu versorgen. Katharina leitete umsichtig ein großes Haus, kümmerte sich um all die wirtschaftlichen und auch finanziellen Aufgaben, für die Martin nur wenig Engagement zeigte.
Sechs Kinder kamen auf die Welt. Elisabeth starb im zweiten Lebensjahr, Magdalena im dreizehnten. Johannes (geb. 1526), Martin (1531), Paul (1533) und Margaretha (1534) wuchsen heran. Nach dem Tod des Ehemanns und Vaters Martin 1546 war das Familienleben auch durch die aufkommenden Konfessionskriege und auch Pestepidemien sehr belastet. Mehrfach musste Katharina mit ihren Kindern Wittenberg verlassen. Wegen der 1582 auch in Wittenberg ausgebrochenen Pestepidemie sah sich Katharina zur Flucht nach Torgau gezwungen. Auf der Reise erlitt sie einen Unfall, an dessen Folge sie am 20 Dezember 1582 starb.

Die erzählten Begebenheiten sind alle biografisch belegt. Frei gestaltet sind lediglich die Szenen, in denen sie gebündelt und so weit wie möglich in kindgemäßer Sprache vorgestellt werden.


Erzählung

Katharina sammelt wichtige Erfahrungen bei den Familien Reichenbach und Cranach

Bei seinem nächsten Besuch bei den ehemaligen Nonnen aus Nimbschen kann Pfarrer Bugenhagen einiges dazu berichten, wie es mit den Frauen weitergehen kann. „Martinus Luther lässt euch herzlich grüßen. Er bewundert euren Mut, mit dem ihr dem Kloster den Rücken gekehrt und wie ihr euch den neuen aus der Bibel gewonnenen Einsichten anvertraut habt. Für eure Zukunft ist nun der beste Weg, zu heiraten und eine Familie zu begründen. Der erste Schritt dazu ist, das Familienleben kennenzulernen, so wie es in unseren Häusern gelebt wird. Einige angesehene Wittenberger Familien haben sich bereit erklärt, euch aufzunehmen. So könnt ihr, indem ihr die Frau des Hauses bei ihren Aufgaben unterstützt, viel für eure eigenen zukünftigen Aufgaben lernen. Ihr habt so auch gute Gelegenheiten, viele Leute in Wittenberg und Umgebung kennenzulernen.“
Mit gespannter Aufmerksamkeit haben die ehemaligen Nonnen zugehört. Jetzt tauschen sie ihre Gedanken dazu aus. Sie sind erleichtert, denn einen besseren Weg in ihre Zukunft hätten sie sich selbst nicht vorstellen können.

Katharinas neues Zuhause wird die Familie des Magisters Philipp Reichenbach, der das Amt des Stadtschreibers innehat. Das Eingewöhnen in die neue Umgebung fällt ihr leicht. Frau Reichenbach nimmt sie wie eine eigene Tochter an. Sie lernt so vieles, das ganz anders ist als das Leben im Kloster. Da sind die Kinder, die versorgt werden müssen, und die liebevolle Zuwendung und klare Regeln für das Zusammenleben brauchen. Dienstboten warten auf ihre Anweisungen, was zu tun ist. Einkäufe auf dem Markt müssen umsichtig bedacht werden. Katharina staunt über so vieles und lernt schnell und gründlich. Die Familie des Stadtschreibers gehört zu den angesehensten Familien in Wittenberg. Vater Philipp ist bei allen wichtigen Ereignissen der Stadt dabei. Er hat viel mit den Verantwortlichen für das Zusammenleben in der Stadt zu besprechen: vom Bürgermeister im Rathaus zum Sekretär des Kurfürsten, der zwar in Torgau wohnt aber auch in Wittenberg ein Schloss hat und sich immer wieder auch hier aufhält; von den Professoren der Universität zu den Pfarrern und Lehrern in der Stadt. Oft sind im Haus Reichenbach auch Einladungen, bei denen sich angesehene Gäste von auswärts mit wichtigen Persönlichkeiten Wittenbergs treffen. Katharina ist dann auch dabei, nämlich als Helferin beim Bedienen der Gäste, aber auch wie ein Familienmitglied, das den Gästen persönlich vorgestellt und in die Gespräche einbezogen wird. Ob Katharina wohl schon ahnt, dass all diese Erfahrungen zukünftig von großer Bedeutung für sie sein werden?

Das eine sind die Begegnungen im Haus Reichenbach, bei denen sie auch Martin Luther persönlich kennenlernt. Das andere sind Einladungen in andere Häuser, bei denen sie wie die anderen Familienmitglieder mit dabei ist. Am interessantesten sind für sie die Besuche im Hause Cranach. Lucas Cranach ist ein berühmter Maler. Er hat eine große Werkstatt mit vielen Gesellen und Lehrlingen. Berühmte Personen kommen nach Wittenberg, um sich von Meister Cranach ein Bild von sich malen zu lassen. Frau Cranach hat Katharina in ihr Herz geschlossen und macht sie gerne mit den Persönlichkeiten bekannt, die zu Besuch im Hause sind, meistens mindestens solange, bis das Bild von ihnen fertig gemalt ist. Immer öfter ist sie bei der Familie Cranach. Von Frau Cranach lernt sie zum Beispiel auch viel über die Bedeutung der Heilkräuter.

Wieder einmal ist sie zu Besuch im Hause Cranach. Frau Cranach flüstert ihr beim Eintreten zu: „Heute haben wir edle Gäste, König Christian von Dänemark ist da, um ein Bild von sich malen zu lassen und mit Martin Luther wichtige Gespräche zu führen. Du kannst gerne ein paar Tage bei uns bleiben“. Beim Essen am großen Tisch darf Katharina ganz in der Nähe des Königs sitzen und kann sich prima mit ihm unterhalten. Im Gespräch am Tisch geht es auf einmal um Martin Luther selbst: „Doktor Martinus“, sagt der König, „soviel ich weiß, lebt Ihr immer noch als ein Mönch und habt Euer Gelübde, zeitlebens auf die Ehe zu verzichten, noch nicht gebrochen. Die entlaufenen Nonnen aber habt ihr zur Heirat gedrängt“. Dabei wirft er einen spitzbübischen Blick zu Katharina hinüber. „Solltet Ihr hier nicht auch ein gutes Beispiel zeigen und Euch zur Heirat entschließen?“ Luther antwortet ausweichend: „Ich bin für eine Ehe nicht gut geeignet. Ich habe so viele Aufgaben, dass ich mich gar nicht um eine eigene Familie kümmern könnte. Und außerdem bin ich mit meinen vierzig Jahren schon zu alt zum Heiraten“. Andere am Tisch widersprechen heftig. Auch Frau Cranach tut das und blinzelt schelmisch zu Katharina hin. Kurz bevor König Christian wieder abreist, schenkt er Katharina noch einen wertvollen Ring. Ahnt sie schon, dass dieser Ringe bald ihre Hochzeit mit Martin begleiten wird?

 

Als Martin Luthers Ehefrau warten viele neue Aufgaben auf Katharina

Einige Monate später geht Katharina- nun als Frau Katharina Luther - mit ihrem Ehemann durch die Räume des Augustinerklosters in Wittenberg, in denen schon lange keine Mönche mehr leben. Das Kloster hat ihnen der Kurfürst als Wohnhaus zur Hochzeit geschenkt. Die Zimmer sind verstaubt und voller Spinnweben. Nur in dem kleinen Anbau, in dem Martin bisher gelebt hat, sieht es etwas wohnlicher aus. Katharina seufzt: „Da gibt es ja unendlich viel zu tun, bis dieses alte Kloster wieder ein einladendes Haus wird“. „Dir genügt es wohl nicht, dass du meine Zimmerchen total umgeräumt und meinen Strohsack, auf dem ich lange Zeit geschlafen habe, gleich auf den Müll geworfen hast“, meint Martin schmunzelnd. „Nein“, antwortet Katharina, „fast alles hier muss anders werden. Unten im Erdgeschoß müssen die Wirtschaftsräume sein, also Küche, Waschküche, Vorratsräume, Werkstatt usw. Der große Raum“ und sie zeigt auf die eine Seite des Hauses, „soll ein Raum werden, in dem du deine Studenten unterrichten kannst, wenn du sie in deiner Nähe haben willst. Oben drüber im ersten Stock, das wird unsere Wohnung. Ich habe schon so viele Ideen, wie wir uns diese Wohnung einrichten können. Also bei den Reichenbachs haben sie das so gemacht…“ Martin unterbricht sie: „Ich habe als Mönch immer in einer bescheidenen Zelle gelebt. Ich muss mich erst an die Idee gewöhnen, in einer großen Wohnung zu leben“.

„Lass mich nur machen“, antwortet Katharina. Und sie erklärt weiter: „Das Geschoß ganz oben wollen wir nicht ungenutzt lassen. Da können wir etliche Studentenzimmer vermieten. Dann kommt auch etwas Geld ins Haus, das wir dringend brauchen“. Martin staunt.

„Du denkst doch wirklich an alles. Über das, was unser Familienleben kosten wird, habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht.“ Katharina meint dazu: „Dazu bin ja jetzt ich da. Und wir brauchen auch Platz für Gäste“. „Unbedingt“ bekräftigt Martin, „wir werden immer reichlich Gäste haben“. „Die alle zu bewirten“, fährt Katharina fort, „kostet auch einiges. Wir werden in dem großen Garten Gemüse anbauen und Obstbäume pflanzen, damit wir möglichst wenig auf dem Markt kaufen müssen. Seit so viele Menschen in unserer Stadt wohnen, sind die Preise kräftig gestiegen. Ich habe mir auch schon überlegt, dass wir Felder dazu pachten und zu Gärten machen. Da können sich dann die Studenten etwas dazu verdienen, wenn sie sich an der Gartenarbeit beteiligen.“ „Jetzt lass es aber gut sein“, mahnt Martin. „Alles schön der Reihe nach. Aber eines kann ich jetzt schon sagen, nämlich dass ich mächtig stolz auf dich bin, wie du die Aufgaben anpackst.“

Die Jahre vergehen und nach und nach wird aus dem alten Kloster ein wohnliches Gebäude, so wie es Katharina geplant hat. Tatsächlich ist das Haus meistens voll bis unters Dach. Studenten nutzen gerne die Möglichkeit, im gleichen Haus wie Martin Luther zu leben. Gäste gibt es reichlich. Es sind täglich etwa vierzig bis fünfzig Personen, die im großen Speiseraum an den Tischen sitzen.

Vor dem Augustinerkloster, so wie es sich heute zeigt, steht eine Bronzeplastik, die uns Katharina in Aktion zeigt. Wie passt diese Figur zum vorangegangenen Abschnitt der Erzählung?

 

Vom Leben im Hause Luther

So sind sie auch heute wieder versammelt und warten, was es Gutes zu essen gibt. Am frühen Morgen hatte Katharina schon mit den Vorbereitungen begonnen und die Vorräte überprüft. Auf dem Speiseplan steht ein Pilzgericht, denn getrocknete Pilze sind noch reichlich da. Dazu hat Katharina Hirse holen lassen. Und frisch gebackenes Brot steht ebenfalls schon bereit. Auch über den Schweinebraten mit geschmorten Birnen werden sich die Tischgäste freuen. Zum Nachtisch kommen dann Schalen mit Äpfeln und Nüssen auf den Tisch. Katharina vergewissert sich, dass die Mägde in der Küche alles richtig machen und dass die für heute eingeteilten Studenten bereit sind, die Speisen und Getränke zu den Tischen zu bringen. Dann betritt sie selbst den großen Essraum. Sie hört gerade noch, wie ihr Mann sie über die Maßen lobt. Sie bleibt vor der Tür stehen und hört schmunzelnd zu, wie er sagt: Ihr werdet gleich sehen, wie mein Herr Käthe wieder wunderbar für ein gutes Mahl gesorgt hat. Ja, sich sage ganz bewusst Herr Käthe, denn sie ist die wahre Herrin im Haus, die dafür sorgt, dass alles klappt. Ohne sie wäre ich in diesem alten Kloster immer noch ein einsamer Mönch. Aber seit sie da ist, gedeiht hier alles wunderbar und das ganze Haus ist voller Leben. Darüber kann ich nur staunen“.

Jetzt tritt Katharina endgültig durch die Tür. Alle Blicke wenden sich ihr zu. Sie wird beklatscht und setzt sich dann auch an den Tisch. Ihr Mann Martin erzählt weiter: „Wie ihr wisst, habe ich lange gezögert zu heiraten. Und ich konnte mir überhaupt noch nicht vorstellen, was daraus werden soll.“ „Was ist denn für dich am meisten anders geworden?“ ruft einer der Gäste übermütig dazwischen. Martin antwortet: „Zum Beispiel, wenn ich am Morgen aufwache und zwei Haarzöpfe neben mir liegen“. Alle lachen. „Aber im Ernst“, fährt Martin fort, „meine Käthe ist eine so großartige Ehefrau, Mutter und Verwalterin des ganzen Hauses. Wenn mir jemand anbieten würde, sie für die große und reiche Stadt Venedig und das ganze Frankreich dazu einzutauschen, ich würde das nie und nimmer tun“. „Jetzt ist aber genug mit der Lobrede“, meint Katharina dann, „ich hoffe, dass es euch allen schmeckt“. Und zufrieden blickt sie auf die Schar der eifrigen essenden Tischgäste.

Es macht Katharina Freude, einen so großen Haushalt zu leiten. Aber sie sehnt sich auch nach den ruhigen Stunden am Abend, so wie heute. Die Gäste sind wieder aus dem Haus sind oder haben sich in ihre Zimmer zurückgezogen. Martin ist auch da und nicht - wie so oft - auf Reisen. Zusammen mit den Kindern und der alten Tante Lehne, die bei ihnen wohnt, sitzen sie in der Wohnstube und haben Zeit füreinander. Die Kinder Johannes und Elisabeth und Martin spielen in ihrer Ecke. „Martin“, spricht Katharina ihren Mann an, „du bist so ein berühmter Mann und ich kann nur staunen, wie du das ganze Land veränderst, aber reich sind wir deswegen noch lange nicht.“ „Der Kurfürst hat doch auf meine Bitte hin mein Gehalt erhöht“, wendet Martin ein, „ist das nicht genug für uns?“ Katharina antwortet: „Ja, es reicht so gerade. Du lädst gerne Gäste ein, die man gewiss nicht bitten darf, etwas zu dem beizutragen, was es uns kostet. Aber die Preise auf dem Markt steigen und dagegen hilft nur, soviel wie möglich selbst anzubauen, Gemüse und Obst in den Gärten. Wir haben unsere eigenen Hühner und auch Schweine im Stall und manches andere auch“. Martin wendet ein: „Gott hat es bisher so gut mit uns gemeint. Er wird auch weiterhin für uns sorgen“. „Aber“, unterbricht ihn Katharina, „er hat mir auch den Verstand gegeben, alles zu tun, was nötig ist, damit wir auch künftig genug zum Leben haben. Deshalb habe ich mich entschlossen, draußen vor dem Stadttor einen weiteren Acker zu pachten, auf dem wie dann noch mehr selbst anbauen können“. Martin nickt: „Das ist deine Klugheit, für die ich dich bewundere. Ich bringe unter die Menschen, was ihnen die Angst vor Gott nimmt und die Freude am Glauben stärkt. Und du bringst uns ins Haus und auf den Tisch, was beim Essen und Trinken Leib und Seele zusammenhält. Wie wunderbar, dass beides so gut zusammenpasst“.

Es beginnt dunkel zu werden – Zeit, die Kinder ins Bett zu bringen. Alle setzen sich noch einmal im Kreis zusammen, Martin nimmt seine Laute zur Hand und begleitet das Abendlied, das sie gemeinsam singen. Und dann beten sie zusammen den Abendsegen: „Mein himmlischer Vater, ich danke dir, dass du mich diesen Tag begleitet und behütet hast. Verzeih mir, was ich nicht richtig getan habe und behüte mich auch in dieser Nacht. Ich weiß, dass ich in deiner Hand wohl geborgen bin. Hilf mir, dass alles, was mir Angst machen und mich bedrängen könnte, fern von mir bleibt. Amen.“ Zu Katharina sagt Martin noch: „Genauso wichtig wie die Pfarrer in der Kirche sind die Mütter und Väter in den Familien, die mit den Kindern singen und beten. Auch das will ich unter die Leute bringen. Denn unsere Kinder, das sind doch unsere allergrößten Gottesgeschenke“.

Gesprächsanregungen

  • Im Hause Reichenbach ist vieles ganz anders, als es in Katharinas Kloster war. Welche Unterschiede erscheinen dir besonders bedeutsam?
  • Der Familienhaushalt, den Katharina führt, ist in Vielem ganz anders als ein Familienhaushalt, wie wir ihn heutzutage kennen. Welche Unterschiede erkennst du?
  • Martin Luther nennt seine Frau „Herr Käthe“. Was meint er wohl damit?
  • Martin Luther sorgt dafür, dass es den Leuten im Glauben gut geht, Katharina dafür, dass alle im Haus sich wohlfühlen können. Was meinst du, ob und wie das zusammengehört?
  • Martin Luther ist auch zu einem Kinderfreund geworden. Er hat auch einen Blick dafür gewonnen, was Kinder zum Glauben brauchen. Was meinst du, was heute dazu wichtig ist?

Literaturhinweise:

Eva Zeller: Die Lutherin. Spurensuche nach Katharina von Bora. Piper Verlag, München 2000

Martin Treu: Katharina von Bora. Drei Kastanien Verlag, Wittenberg 2010, 7.Aufl.

Hans-Christoph Sens: Katharina Luther und Torgau. Beiträge zum Katharina-Luther-Haus. Torgauer Geschichtsverein, Torgau 2006 

 

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